Ein tiefblauer See, an dem eine Stadt neues Leben fand
Plužine ist eine Stadt, die durch ein dramatisches und wunderschönes Paradox definiert wird. Ihre Geschichte ist nicht die von antikem Stein und mittelalterlichen Burgen, sondern von einem monumentalen Opfer und einer Wiedergeburt. Die ursprüngliche Stadt Plužine liegt unter der Oberfläche des atemberaubenden Piva-Sees, ein Zeugnis eines modernen Projekts, das die Landschaft und das Leben ihrer Bewohner neu formte. In den 1970er Jahren schuf der Bau des Mratinje-Staudamms den Piva-See, ein massives künstliches Reservoir mit einer unglaublich tiefen türkisen Farbe. Die steigenden Wasser des Flusses Piva überschwemmten die alte Stadt und zwangen eine Gemeinschaft, sich auf höherem Grund mit Blick auf den neuen See wieder aufzubauen. Dieses Ereignis schuf eine Landschaft von immenser, atemberaubender Schönheit, in der steile, schroffe Berge in das ruhige, tiefblaue Wasser eintauchen, eine fjordähnliche Szene, die der Region den Spitznamen „montenegrinisches Bayern“ eingebracht hat. Aber der vielleicht bemerkenswerteste Teil dieser Geschichte ist die Verlegung des Piva-Klosters. Dieses prächtige spirituelle und kulturelle Juwel aus dem 16. Jahrhundert wurde sorgfältig Stein für Stein abgebaut und an einen neuen, höheren Ort verlegt, um es vor den steigenden Wassern zu retten. Diese monumentale Meisterleistung der Ingenieurskunst und Hingabe, die über ein Jahrzehnt dauerte, sicherte die Erhaltung der unschätzbaren Fresken und Reliquien des Klosters. Heute steht das Kloster an seinem neuen Standort, ein starkes Symbol für Widerstandsfähigkeit, Glauben und den unbezwingbaren Geist der Menschen der Piva-Region. Über seine einzigartige Geschichte hinaus ist Plužine ein Tor zum atemberaubenden Naturpark Piva, einem Paradies für Outdoor-Enthusiasten. Der riesige See ist perfekt für Bootstouren, Kajakfahren und Angeln, während die umliegenden Berge atemberaubende Wander- und Jeep-Safari-Routen bieten. Hier können Sie die Gelassenheit des Wassers, die Majestät der Gipfel und den stillen Stolz einer Stadt spüren, die ihre Vergangenheit aufgegeben hat, um eine spektakuläre neue Zukunft zu schaffen.
Erweiterte Touristeninformationen
Hauptattraktionen Piva-See (Pivsko Jezero) Das Herzstück der Region und Montenegros größter künstlicher See. Seine charakteristische tiefe türkise Farbe resultiert aus dem reinen, quellgespeisten Wasser. Es ist eine atemberaubende Kulisse für Bootstouren, bei denen Sie versteckte Buchten erkunden und die dramatischen Canyonwände bewundern können. Kajakfahren und Angeln sind ebenfalls beliebte Aktivitäten. Piva-Kloster Ein serbisch-orthodoxes Kloster aus dem 16. Jahrhundert, das auf unglaubliche Weise an seinen heutigen Standort verlegt wurde, um eine Überflutung durch den Damm zu vermeiden. Das Kloster beherbergt eine prächtige Sammlung von Fresken und einen reichen Schatz an religiösen Artefakten. Seine einzigartige Geschichte und wunderschöne Kunst machen es zu einem Muss. Naturpark Piva Das weite Gebiet um den Piva-See ist ein ausgewiesener Naturpark, der eine breite Palette von Aktivitäten bietet. Vom Wandern und Radfahren auf Wegen mit Panoramablick bis zur Erkundung der zahlreichen „Katuns“ (traditionelle Hirtendörfer) ist der Park ein Spielplatz für alle, die die freie Natur lieben.
Beste Reisezeit Optimale Monate: Die beste Zeit für einen Besuch in Plužine sind die Sommermonate von Juni bis September. Das Wetter ist warm, was es ideal für alle Wasseraktivitäten auf dem Piva-See macht, und die Bergstraßen und Wanderwege sind vollständig zugänglich.
Anreise & Fortbewegung
Mit dem Auto Plužine ist am besten mit dem Auto zu erreichen. Die Fahrt von Nikšić ist besonders malerisch und führt Sie durch eine wunderschöne Berglandschaft. Die Straße durch die Piva-Schlucht, eine Reihe von Tunneln und kurvenreichen Wegen entlang des Sees, ist eine spektakuläre Reise und ein Ziel für sich.
Mit dem Bus Es gibt Busverbindungen von größeren Städten wie Podgorica und Nikšić, aber sie können selten sein. Es ist ratsam, den Fahrplan im Voraus zu überprüfen.
Lokaler Verkehr Die Stadt selbst ist klein und zu Fuß erlebbar. Um den weiteren Naturpark Piva zu erkunden und zum Piva-Kloster zu gelangen, ist ein Auto sehr zu empfehlen